

der K5 tower versteht sich als neuinterpretation des bestandsgebäudes ‚alte oberpostdirektion‘, das wir in fünf charakteristische komplexe gliedern. ausgehend von der analyse des stadt(zwischen)raums betrachten wir architektur als abfolge räumlicher sequenzen – inspiriert durch doris agotais theorie der segmentierten raumwahrnehmung. unser entwurf setzt genau dort an: im erdgeschoss, als unmittelbare schnittstelle von stadt, besuchenden und bewohnenden.

der bestand ist reich an räumlichen potenzialen, doch die kommunikation mit dem stadtteil fehlt. um diese blockade zu lösen, ist ein gezielter baulicher eingriff nötig – inklusive teilrückbau. nur so kann der komplex zum lebendigen „place to be in düsseltal“ werden: vernetzt, durchlässig und vielseitig nutzbar.

die freiräume zwischen den baukörpern sind das herzstück des entwurfs. sie werden zu aufenthaltsräumen, begegnungszonen und programmatischen impulsgebern. durch neue wegeverbindungen, offene erdgeschosse und kommunikationsfähige fassaden entsteht ein fein abgestimmtes netzwerk aus urbanem außenraum und aktivierten erdgeschosszonen.










jeder komplex wird entsprechend seiner architektonischen talente und städtebaulichen lage neu programmiert: K1: bibliothek, marktgasse, gewerke. K2: altersgerechtes wohnen, medizinische versorgung, kunstgalerie. K3: kulturcluster mit theater, café und forschungsräumen. K4: sporthalle, jugendzentrum, werkstatt. hochhaus: innovative wohnformen & gemeinschaftliche nutzungen. so entsteht ein heterogenes, lebendiges gefüge, das aufeinander reagiert.

im hochhaus entstehen gemeinschaftsorientierte wohnmodelle. einschnitte in der fassade erzeugen doppelt orientierte räume und neue perspektiven. großzügige gemeinschaftliche küchen und aufenthaltsbereiche ermöglichen geteilte care-arbeit, während wohnnutzstege und netz-ebenen als informelle treffpunkte dienen. es ist ein neues wohnen – sozial, offen, architektonisch transformiert.




