
über uns
was wenn der größte beitrag unserer disziplin nicht das bauen ist, sondern das erzählen und sichtbar machen von geschichten, aus denen unsere städte gewachsen sind. eine praxis des fragens, des zuhörens, des abbildens von prozessen, beziehungen und geschichten.
wir sind sofie und charlotte
uns verbindet die überzeugung, dass gute ideen im dazwischen entstehen – zwischen disziplinen, maßstäben sowie nutzerinnen und planerinnen. genau darin sehen wir das potenzial für eine nachhaltig gedachte stadtraumplanung auf allen ebenen. erfahrungen in der fernsehbranche haben uns zusätzlich gezeigt, wie wertvoll es ist, methoden aus fachverwandten und fachfremden bereichen zu übernehmen und weiterzuentwickeln um neue perspektiven zu eröffnen, statt sich in gewohnten abläufen zu verlieren.
was, wenn unsere disziplin
°nicht zuerst form schafft, sondern fragen stellt?
°nicht objekte, sondern geschichten und überzeugungen im raum verankert?
philosophie
raum ist nicht nur gebaute substanz. raum umfasst weit mehr als durch wände definierte volumen – er entsteht ebenso im dazwischen, in der relation von objekten, strukturen und bewegung. stadtraum setzt sich zusammen aus bebauter fläche und den dadurch entstehenden zwischenräumen, lücken und übergängen, die oft unsichtbar bleiben, aber maßgeblich die qualität des urbanen erlebens prägen. informell genutzter raum kann als vorbild für funktionierende menschenzentrierte konzepte stehen. über diese bottom up herangehensweise können neue urbane narrative entstehen, verbindungen hergestellt werden, interaktion und gemeinschaffen gefördert werden – leeräume die auf den zweiten blick alles andere andere als leer sind. diese aneigung und nutzung legitimiert raum und gibt diesem eine bedeutung und relevanz. architektur wird erst durch die beziehung zu den handelnden subjekten von bedeutung. raum ist sowohl unsere haptisch erlebte umwelt – also etwas real existierendes, sowie eine mentale subjektive erfahrung, welche im wechselspiel zwischen objekt und wahrnehmung entsteht. was es braucht, ist eine raumpraxis, die offen für neue blickwinkel und herangehensweisen ist. eine praxis die raum zur weiterentwicklung lässt und deren wandelbarkeit ernst genommen wird. die bereit ist, methoden aus anderen disziplinen zu integrieren, um bestehende sichtweisen zu erweitern und neue denk- und handlungsspielräume zu eröffnen. storyboards, narrative erzählung, perspektivwechsel. diese ansätze erweitern unser verständnis von raum als zeitlich und atmosphärisch erfahrbares kontinuum – weg von der statischen betrachtung, hin zu einer raumwahrnehmung, die sich über zeit und bewegung definiert. sie machen raum lesbar als etwas, das sich in sequenzen entfaltet, durch bewegung geprägt ist und im zusammenspiel von handlung, wahrnehmung und kontext bedeutung gewinnt.


narrativ
stadtraum ist nie statisch, nie monofunktional. denken wir stadtplanung aus einer körpernahen perspektive, ergeben sich neue fragen, die den gesamten konzeptfindungsprozess beeinflussen und zwangsläufig zu anderen schlussfolgerungen führen: für wen ist raum eigentlich geschrieben? welche sichtbaren und unsichtbaren grenzen prägen ihn? dann muss über räumliche, aber vor allem auch soziale grenzen nachgedacht werden, die sich baulich manifestieren, indem soziale und kulturelle raumkonzepte neuinterpretiert werden. wenn methoden der konzeptentwicklung von anfang an so verstanden werden, dass sie realitätsnah an den bedürfnissen der bewohnerinnen und nutzerinnen eines ortes ausgerichtet sind, entstehen zwangsläufig maßgeschneiderte, flexible raumkonzepte. dabei werden städtische räume als orte des sozialen lebens, der teilhabe und der veränderung verstanden. die nutzerinnen stehen im mittelpunkt: ihre routinen, interaktionen und individuellen wahrnehmungen prägen ihre umgebung – von einer top-down-planung zur menschenzentrierten stadtgestaltung.
UNSERE WIRKLICHKEIT BRAUCHT NEUE NARRATIVE.
EIN NEUES DENKEN, DISKUTIEREN, HANDELN ÜBER TASTEN, FÜHLEN UND AUSPROBIEREN.
EIN NEUES MITEINANDER UND VONEINANDER. EIN NEUES FÜREINANDER, NICHT ÜBEREINANDER ODER GEGENEINANDER.
EINE DISKURSIVE BALANCE. ABER NICHT UM JEDEN PREIS! WAS ES NIEMALS SEIN DARF. MITTELMÄSSIG!
DABEI IST NICHTS ORIGINAL. SELEKTIERT, WAS ZU EUCH SPRICHT.
EIN STÄNDIGER SPAGAT ZWISCHEN SCHÄRFE UND UNSCHÄRFE. EIN PROZESS DES PRÄZISIERENS UND VERWERFENS.
DER PROZESS. DAS ERGEBNIS.
ARCHITEKTUR IST EINE PRAXIS KEIN PRODUKT. NUR DIE (NICHT-)MENSCHLICHE NUTZUNG LEGITIMIERT RAUM.
DIE EXISTENZ, DIE TRANSFORMATION UND DAS UNBERÜHRTLASSEN VON RAUM.
DIE GENIALITÄT DES EINZELNEN IST EIN MYTHOS.
EIN VERNETZEN VON WISSEN ÜBER DAS ÜBLICHE HINAUS IN SYNAPTISCHER CO-AUTORINNENSCHAFT.
EINE ARCHITEKTENPERSÖNLICHKEIT MIT ANMASSENDEM EGO UND STARKEM DRANG ZUR SELBSTVERWIRKLICHUNG.
EINE FRAGWÜRDIGE PRIORISIERUNG DEN EIGENEN GESTALTUNGSWILLEN ÜBER DAS GEMEINWOHL ZU STELLEN.
WIR BRAUCHEN NEUE VORBILDER.
WER ZITIERT WEN UND VOR ALLEM WEN NICHT? DAS UNGEHORSAM FORDERT, HINTERFRAGT UND KRITISIERT DEN STATUS QUO.
WIR MÜSSEN PROVOZIEREN, AKTIVIEREN, ENTSYSTEMATISIEREN, DEKONSTRUIEREN, INKLUDIEREN, INITIIEREN, DEZENTRALISIEREN …
UND DIE ROSAROTE BRILLE ABNEHMEN.
SIND WIR JETZT FERTIG?
NEIN!