was wir tun
wir glauben an eine stadtplanung auf augenhöhe, körpernah, nutzerinnenorientiert und offen für neue perspektiven. dabei denken wir interdisziplinär, arbeiten kontextbezogen und holen impulse aus anderen feldern wie film, gestaltung und lehre. unser ziel: (stadt)räume schaffen, die wirklich gebraucht, verstanden und belebt werden – jenseits von normen, hin zu aktiver nutzungskultur.

case studies case stories
wir üben kritik an der weiterhin vorherrschenden, top-down geprägten stadtplanung, die städte aus der vogelperspektive denkt und dabei die alltäglichen erfahrungen der menschen vernachlässigt. wir setzen dem eine menschenzentrierte perspektive entgegen. wir verstehen stadt als zusammenspiel von hardware, software und orgware: der gebauten umgebung, den räumlichen praktiken und nutzungen sowie den akteursstrukturen und regeln, die urbanes leben prägen. unser besonderes augenmerk liegt auf der rolle der innenarchitektur als vermittlerin zwischen starrer planung und gelebtem alltag. durch ihre flexibilität und kürzeren lebenszyklen kann sie auf veränderungen reagieren, räume temporär transformieren und so neue perspektiven auf die stadt eröffnen. zentrale leitgedanken sind flexibilität, suffizienz und zirkularität – prinzipien, die den faktor zeit als dynamische dimension der stadtgestaltung integrieren.
K5 Tower
der K5 Tower versteht sich als neuinterpretation eines bestandsgebäudes, das wir in fünf charakteristische komplexe gliedern. ausgehend von der analyse des stadt(zwischen)raums betrachten wir architektur als abfolge räumlicher sequenzen – inspiriert durch doris agotais theorie der segmentieren raumwahrnehmung. unser entwurf setzt genau dort an: im erdgeschoss, als unmittelbare schnittstelle von stadt, besuchenden und bewohnenden.


la trahison des images
das modell orientiert sich an einem maßstab von etwa 1:20 – „etwa“, weil fotorealistische maßstäbe immer ein spiel der annäherung sind. durch die perspektivische verzerrung der kamera entsteht kein absoluter maßstab, sondern ein interpretierter. alle proportionen wurden daher sorgsam aus dem original heraus geschätzt und räumlich neu übersetzt. die möbel sind eigens 3d-gedruckt, der modellkörper aus mdf gefertigt, der boden mit fotopapier beklebt. die dachkonstruktion ist aus holzstäben gearbeitet. so wird das modell zum mittel, die fotografie zum ziel: sie zeigt den raum so, wie er im maßstab erst sichtbar wird.
antiblock
zentral ist der gedanke, das „dazwischen“ neu zu verstehen: treppenräume, innenhöfe, laubengänge und zwischenzonen werden als aufenthalts- und begegnungsräume aktiviert. sie verbinden innen und außen auf neue weise und schaffen orte informeller nachbarschaft, sichtbarkeit und gemeinschaft.der entwurf arbeitet auf drei ebenen: geschoss, block, quartier. kleine architektonische eingriffe – etwa im bestand – wirken ebenso transformativ wie großmaßstäbliche ergänzungen im stadtraum. so entsteht ein mehrschichtiges system, das auf alltägliche bedürfnisse reagiert und gleichzeitig das quartier langfristig stärkt.


„who cares“
das theater ist nicht nur ort der aufführung, sondern räumliches gefüge, das emotional mitschwingt. inmitten der dichten, oft reizüberfluteten theateratmosphäre entstehen architektonische sequenzen der entschleunigung: orte, die den übergang zwischen außenwelt und aufführung bewusst gestalten.
tatort bremen
über genaues hinsehen und analysieren von raum in bewegtem bild auf dessen konstruktive logik schließen am beispiel ‚tatort bremen‘. die raumstruktur übersetzt die atmosphäre des filmischen vorbilds in eine klare, konstruktiv nachvollziehbare architektur mit hoher nutzungsflexibilität.


segelkuppel
im rahmen des projekts segelkuppel wurde ein pavillonartiger prototyp entwickelt, der sich mit der frage nach lastabtragung und räumlicher spannung leichter konstruktionen auseinandersetzt. ausgangspunkt ist eine serie bogenförmiger „segel“, die aus gebogenen sperrholzstreifen bestehen und sich zu einer kuppelartigen struktur zusammenfügen. – eine temporäre möglichkeit stadtraum zu aktivieren.